15. Juni 2017

Solidaritätserklärung für Beschäftigte bei OBI

Liebe Kolleginnen,

liebe Kollegen, 

ihr kämpft zusammen mit ver.di für einen Anerkennungstarifvertrag. Da OBI nicht nach Tarifvertrag zahlt, konntet Ihr auch nicht von der letzten Tariferhöhung von 2 Prozent im Mai 2016 profitieren. Einkommensverluste von 200-500 € in 354 OBI-Märkten zu den nach Tarif beschäftigten KollegInnen – Das Geht gar nicht! Ohne Euch würde gar nichts gehen – denn Ihr erarbeitet mit Eurer Arbeitskraft die Millionengewinne des Unternehmens!

Oftmals sind es Frauen, die im Einzelhandel arbeiten. Oftmals in Teilzeit oder Mini-Jobs. Oftmals, nicht in Vollzeit, da die Fürsorge der Familie im Mittelpunkt steht. Und doch wird das Zusammenspiel und Familie oder Privatleben immer schwieriger für Euch:

Die Ladenöffnungszeiten werden immer weiter ausgeweitet, auch am Samstag ist z.T. bis nachts geöffnet, sodass Ihr arbeiten müsst. Aber damit nicht genug:

Der Sonntagsöffnungsgesetzentwurf, der vor kurzem vorgelegt wurde, weicht die bisherige Regelung auch noch auf und geht weit über diese hinaus. Ganz zu recht hat ver.di weitere Rechtsstreitigkeiten und ein eines Rechtsgutachten angekündigt!

Viele von Euch arbeiten zudem „auf Abruf“, auch hier steht das Privat- und Familienleben hinten an – selbst wichtige Arztbesuche können nur  mit der Hoffnung, jetzt bloß keinen Anruf zu kriegen, abgewickelt werden.

Euer Kampf ist absolut berechtigt! Euer Lohn muss zum Leben reichen!

Und nicht nur das: Ihr müsst auch von Eurer daraus resultierenden Rente leben können. Altersarmut kann sich niemand leisten.

Und gerade deshalb möchte ich Euch, für eure Warnstreikaktion, unsere volle Solidarität bekunden.

DIE LINKE. Fraktion in der Regionsversammlung steht hinter Euch!

Wir unterstützen eure Forderung: „Für die Anerkennung des Tarifvertrag Einzelhandel Niedersachsen“ in allen Märkten der OBI Bau- und Heimwerkermärkte Hannover GmbH & Co. KG

 

Mit solidarischen Grüßen

Jessica Kaußen

Fraktionsvorsitzende

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