DIE LINKE in der Regionsversammlung kritisiert Zoochef Frank Werner wegen einbrechender Einnahmen aus dem Ticketverkauf. Der Zoo hat im vergangenen Jahr laut Wirtschaftsplan 12.370 Tageskarten weniger verkauft als ein Jahr zuvor. Wenn man von einer durchschnittlichen Einnahme pro Tagesticket von rund 15 Euro ausgeht und den Winterzoo mit einrechnet, musste der Zoo im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 bei den Tageskarten einen Einnahmeverlust von rund 185.000 Euro hinnehmen.
Bei den Jahreskarten liegt der Verkaufsrückgang im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 sogar bei 17.520 Karten. Da der Zoo pro Jahreskarte durchschnittlich rund 100 Euro einnimmt, musste er bei diesen Tickets einen Einnahmeverlust von ungefähr 1,7 Mio. Euro verkraften.
Nun weist der Wirtschaftsplan für das laufende Jahr einen Rückgang von 50.000 Besuchern im Vergleich zu 2011 aus. Auf die Frage des LINKEN-Politikers Michael Fleischmann, wie der Zoochef gedenkt, die voraussehbaren zusätzlichen Einnahmeverluste aufzufangen, bekam der Kommunalpolitiker keine Antwort. Fleischmann fordert Konsequenzen: „Die viel zu hohen Eintrittspreise des Zoos müssen sinken, um so mehr Besucherinnen und Besucher zu gewinnen. Für Arbeitslose und Geringverdiener muss es dringend Ermäßigungen geben, weil sie sich die bisherigen Eintrittspreise gar nicht mehr leisten können".