Wer geglaubt hatte, die Regionsverwaltung würde infolge ihres OVG-Desasters nun einem von der Linksfraktion in der Region in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten folgen und die Verantwortlichen der Firma Fulgurit und ihre finanzschweren Hintergesellschaften zu einer Sicherung vor Ort heranziehen, muss sich getäuscht fühlen. Seit Februar verhandeln die Regionsverwaltung, der CDU-Bürgermeister von Wunstorf, Rolf-Axel Eberhardt, und die Eichriede GmbH (in der sich die Fulgurit-Gesellschafter, sowie die Spedition Neukirch zusammengefunden haben) über eine finanzierbare Teilräumung der Halde. Diese Fläche reicht der Firma Neukirch offensichtlich aus, um auf einem Teil des Haldengeländes einen Parkplatz bauen zu können.
Ziel von Regionsverwaltung und Eichriede ist es dabei, die EFRE-Mittel von rund 2,5 Millionen Euro zu retten. Allerdings muss dafür ein neuer Förderantrag einschließlich Sicherheitskonzept erarbeitet werden. „Großzügigerweise“ will sich die Eichriede GmbH nach Auskunft der Regionsverwaltung mit rund 115.000 Euro an dem neuen Projekt beteiligen, das mit den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen, dem Abtransport und den Gebühren auf einer noch unbekannten Deponie etliche Millionen kosten wird.
Die Regionsverwaltung will Ende November ihre diesbezüglichen Planungen vorstellen. Viel Zeit hat sie nicht mehr, denn der neue EFRE-Antrag müsste bis spätestens März 2010 neu beschlossen werden. DIE LINKE in der Regionsversammlung wird weiterhin darauf drängen, dass Fulgurit und ihre Hintermänner die Kosten für eine ordnungsgemäße Sicherung der Halde vor Ort tragen, und dass zum Schutz der Bevölkerung vor möglichen Verstaubungen die Halde abgedeckt wird.