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Automatisches Fahrradparkhaus in Wunstorf: Deutlich mehr Stellplätze als geplant, kostenfreie Nutzung und Ladestationen für Elektroräder erforderlich

Die Linksfraktion in der Regionsversammlung begrüßt den Plan der Verwaltung, ein automatisches Fahrradparkhaus am Wunstorfer Bahnhof zu errichten, sieht aber im Sinne der Verkehrswende noch deutlichen Verbesserungsbedarf und hat dazu einen umfangreichen Änderungsantrag in den Verkehrsausschuss der Regionsversammlung eingebracht.

Der Handlungsbedarf beginnt schon bei der Zahl der Stellplätze. Die Region plant rund 240. „Das sind viel zu wenige“, sagt Fraktionsvize Michael Fleischmann. Die Verwaltung spricht in der entsprechenden Beschlussdrucksache davon, dass mehrere hundert Fahrräder im Umfeld des Wunstorfer Bahnhofs ‚wild‘ abgestellt werden. In den Niederlanden stehen eine Reihe solcher Fahrradparkhäuser in vergleichbaren Städten. Die Anlagen sind dort auf mehrere tausend Räder ausgelegt. „Insofern sollte die Anlage in Wunstorf zumindest auf eine deutliche Erweiterung der Stellplätze hin ausgelegt sein“, fordert Fleischmann.

„Selbstverständlich muss das Fahrradparkhaus für alle Bike+Ride-Kund*innen zumindest in den ersten 24 Stunden und am Wochenende kostenfrei sein, um tatsächlich nennenswerte Umsteigeeffekte weg vom Auto zu haben“, sagt Fleischmann. Die Regionsverwaltung will die Kostenfreiheit nur für GVH-Dauerkarteninhaber*innen.

Die Verwaltung verweist zurecht auf die steigende Zahl von Elektrorädern, sagt aber nichts zu möglichen Ladestationen. Hinzu kommen viele Ausflügler*innen zum Steinhuder Meer und Pendler*innen. Nicht alle Pedelecs haben große Akkus. „Insofern wäre es nur konsequent, im Fahrradparkhaus auch mindestens zwei Ladestationen für Elektroräder einzurichten“, fordert Fleischmann. „Die Ladestationen müssen überwacht oder abgesperrt sein, weil ein Aufladegerät zwischen Akku und Steckdose erforderlich ist, das gesichert werden muss.“

Die Linksfraktion fordert auch, den bisherigen Radreparaturservice am Wunstorfer Bahnhof zu erhalten. „Sollte das nicht durch einen lokalen Fahrradhändler gewährleistet werden können, besteht die Möglichkeit eines sozialen Projekts, wie es schon am Hauptbahnhof Hannover existiert. Ein Kontakt mit dem dortigen Betreiber wäre sinnvoll, um von dessen Erfahrungen zu profitieren“, regt Fleischmann an.