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Beginnende Kälteperiode: Energiesperren weiterhin auf hohem Niveau

Im vergangenen Jahr wurde 289.000 Haushalten der Strom gesperrt. 4,75 Millionen Haushalten wurde die Sperrung angedroht. So die aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur. Damit bleibt die Zahl etwas unter dem Niveau der Vorjahre. Der Effekt der aktuellen Corona-Pandemie ist in diesen Zahlen freilich nicht eingepreist.

Durch ein zu erwartendes Absinken der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmerhaushalte ist eine deutliche Steigerung der Fallzahlen für das laufende Jahr leider nicht auszuschließen. Zahlreiche Energiekonzerne haben zwar angekündigt während der Pandemie auf Energiesperren zu verzichten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Unternehmensstrategie auch bei einer länger anhalten Gesundheitskrise fortgesetzt wird. 

Grund genug für die Regionsfraktion das Thema Energiesperren in den politischen Fokus zu rücken. Ein generelles Verbot von Energiesperren konnte in der Bundesrepublik bisher leider nicht durchgesetzt werden. Gleichwohl gibt es kommunale Energiegrundversorger, die etwa durch Prepaid-Systeme, die Möglichkeit einer Grundversorgung auch während einer Sperrung gewährleisten.

Ziel der Kommunalpolitik sollte es sein durch aktive finanzielle  Unterstützung der betroffenen Haushalte und ein ausreichendes präventives Beratungsangebot jegliche Sperren zu verhindern. Insbesondere die regionalen Jobcenter trifft hier ein hohes Maß an Verantwortung Menschen in Not ausführlich zu beraten. Denn nicht nur Bezieher von SGB-II-Leistungen haben Anspruch auf Energiekostendarlehen. Eine adäquate Beratung dieser Haushalte ist jedoch sehr oft nicht gegeben.