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Equal Pay Day: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – Für ein Equal Pay Day am 1. Januar

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 18 Prozent in Deutschland beträgt. Angenommen Männer und Frauen bekommen den gleichen Stundenlohn: Dann steht der Equal Pay Day für den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

Ein Mix aus verschiedenen Gründen führt zu dieser Ungleichbehandlung.  Frauen fehlen in bestimmten Berufen und  Branchen sowie  auf den höheren Stufen der Karriereleiter. Frauen unterbrechen oder reduzieren ihre Erwerbstätigkeit familienbedingt durch z.B. Elternzeit oder Pflege von Angehörigen häufiger und länger als Männer. Gängige Rollenstereotype beeinflussen nach wie vor die Berufswahl von Frauen. So wählen junge Frauen aus einem sehr engen Segment der über 300 Ausbildungsberufe aus. Frauentypische Berufe sind weiterhin unterbewertet.  Durch fehlende Gehaltstransparenz ist eine Ungleichbehandlung der Bezahlung aufgrund des Geschlechts nicht sichtbar.

Das Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen, das Entgelttransparenzgesetz soll das Gebot des gleichen Entgelts für Frauen und Männer bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit durchsetzen und ist seit dem 6. Juli 2017 in Kraft. Trotz dieser Rechtsgrundlage ändert sich jedoch am Arbeitsmarkt nicht viel. Helfen würde hier ein Verbandsklagerecht zur Durchsetzung allgemeiner Ansprüche einer Vielzahl von betroffenen Frauen. Dagegen haben sich die Arbeitsgeberlobbys bisher erfolgreich gewährt.

Ziel ist es daher, mit dem Equal Pay Day die Debatte über die Gründe der Lohnunterschiede in die Öffentlichkeit zu tragen, ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen, zu sensibilisieren und zu mobilisieren damit sich die Lohnlücke schließt.

Dies sieht auch unsere neue Parteivorsitzede Susanne Hennig-Wellsow so. „Wenn Arbeitgeber von ihren Angestellten verlangen würden, 69 Tage ohne Lohn zu arbeiten,  würden ihnen die Beschäftigten einen Vogel zeigen – und das zu Recht“, zitiert der Spiegel Hennig-Wellsow.

Jessica Kaußen spitzt entsprechend zu: Unser Ziel ist erst erreicht, wenn der Equal Pay Day in naher Zukunft am 1. Januar stattfindet.