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Fraktion vor Ort: Zu Besuch bei der Sozialen Wohnraumhilfe (SWH)

Der sozialpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE. in der Regionsversammlung,  Manfred Milkereit informierte sich vor Ort über die Arbeit der Sozialen Wohnraumhilfe.

Durch Ablauf der Belegrechte und steigender Nachfrage nach B-Schein-Wohnungen wächst die Wohnungslücke. Im Jahr 2013 gab es 3.600 Belegrechtswohnungen weniger als nachgefragt wurden. Im Jahr 2020 werden 5.917 Belegrechtswohnungen fehlen.

Das Ziel der Sozialen Wohnraumhilfe ist wohnungslosen Menschen ein neues Zuhause zu verschaffen. Geschäftsführer Jürgen Schabram stellte in einer Präsentation die Geschäftsfelder der SWH, geplante Wohnprojekte und die Möglichkeiten des Sozialen Wohnungsbau dar.

Die Mitarbeiterinnen der SWH, bestehend aus dem Geschäftsführer, 5 Sozialarbeitern, dem Hausmeister, Helfer und Verwaltungskraft betreuen und verwalten zurzeit 180 Wohnungen. In den kommenden Jahren sollen durch Ankauf von Belegrechten und Neubau von Wohnungen 70 Wohneinheiten in den Wohnungsbestand der Sozialen Wohnraumhilfe kommen.

Die Räumlichkeiten der Sozialen Wohnraumgeschäftsstelle liegen direkt neben einem Wohnobjekt und werden von dem Wohnungsunternehmen Gundlach zur Verfügung gestellt. Die Soziale Wohnraumhilfe gGmbH wurde 1991 von den Gründungsgesellschaftern Diakonisches Werk und der Firma Gundlach gegründet, mit dem Ziel bezahlbaren Wohnraum für Wohnungslose mit Hilfebedarf zu akquirieren. Dabei tritt die SWH als Generalmieter und Verwalter auf.

2016 hat die SWH mit den Firmen hanova, Gundlach und der Kreissiedlungsgesellschaft eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Die Wohnungsunternehmen versprechen, dass sie von der Wohnungslosenhilfe vorgeschlagene Wohnungssuchende in ihre Interessentenliste aufnehmen und passende Wohnungen aus dem Bestand für sie suchen. Mittlerweile gibt es auch Kooperationsvereinbarungen mit der WOGE Buchholz-Kleefeld, WGH Herrenhausen, Meravis und Lehrter Wohnungsbau.

Ein sehr ambitioniertes Projekt wird in Hannover-Linden verwirklicht. Im ehemaligen Haus der Evangelischen Jugend werden zukünftig 21 Mieter der SWH untergebracht. Außerdem entstehen in dem Objekt Wohnungen für Studierende. Zum Konzept der SWH gehört, dass für ein Jahr eine Wohneinheit für den Sozialarbeiter frei bleibt. So wird eine soziale Mieterbetreuung gewährleistet.

Die Linksfraktion hatte einen Änderungsantrag zum Erwerb von Belegungsrechten im Wohnungsbestand in die Regionsversammlung eingebracht. Mit dem Antrag sollte eine Erhöhung der Zuwendung von 1,50 auf 1,70pro m2 Wohnfläche und Monat auf dem Weg gebracht werden. Leider wurde unser Antrag von den anderen Parteien abgelehnt.

„Ich bin sehr beeindruckt von dem, was die Soziale Wohnraumhilfe bisher geleistet hat“, sagte der Regionsabgeordneter Milkereit und betonte: „die Politik muss mehr tun für Wohnungslose und von Armut betroffene Menschen. Konkret heißt das: mindestens 1.000 neue bezahlbare Wohnungen pro Jahr“!