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Gesundheitsämter am Limit

Wie die HAZ am 3.9.2020 berichtete sind die Hälfte der Medizinerstellen im Gesundheitsamt aktuell nicht besetzt. Das bedeutet, dass 8 Planstellen vakant sind. Hauke Jagau spricht derweil von Umstrukturierungen aus organisatorischen Gründen. Der Marburger Bund sieht das anders. Die Probleme ergeben sich aus einer zu geringen Bezahlung und den unattraktiven Arbeitsbedingungen der Mediziner in den Gesundheitsämtern.

Hans Martin Wollenberg, Vorsitzender des Ärztebundes in Niedersachsen, wird entsprechend in der HAZ vom 5.9.2020 zitiert. Die Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst sind am Limit, bilanziert Wollenberg. Kommunen und Land hätten jahrelang gegen den Personalmangel in den Gesundheitsämtern nichts getan, so der Ärztevertreter weiter.
Dieses Spardiktat auf Kosten der medizinischen Daseinsfürsorge rächt sich nun während der Corona-Pandemie, da die Gesundheitsämter eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des neuartigen Virus spielen würden.
Entgegen der Behauptung der Corona-Leugner ist die Ausnahmesituation im Gesundheitswesen kein Hirngespinst. Die Regionsfraktion der Linken in der Regionsversammlung fordert die Region Hannover auf, umgehend Abhilfe beim Personalnotstand zu schaffen und sich nicht hinter vermeintlichen organisatorischen Problemen zu verstecken.
Interessant:  Im Bundeskabinett wurde jetzt ein Soforthilfepaket in Milliardenhöhe beschlossen. Viel zu spät, wie auch die linke Bundestagsfraktion meint.