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Jahresauftakt 2020

Am Freitag, dem 21.02.2020, fand der Jahresauftakt 2020 der Fraktionen DIE LINKE. in der Region Hannover im neuen Rathaus in Hannover statt. Jessica Kaußen, Vorsitzende der Fraktion in der Regionsversammlung Hannover, und Dirk Machentanz, Vorsitzender der Fraktion im Rat der Stadt Hannover empfingen ab 17:00 Uhr die ca. 100 Gäste. Leider überschattete der rechtsextreme Anschlag in Hanau bei dem zwei Tage zuvor 10 Menschen ermordet wurden, die eigentlich positiv ausgerichtete Veranstaltung. Aufgrund dessen haben sich die Fraktionsvorsitzenden und ihre Gäste solidarisch darauf geeinigt ihre Reden kürzer zu halten, um an der Gedenkveranstaltung an der Marktkirche, welche um 18:00 Uhr stattfand teilnehmen zu können.

Jessica Kaußen eröffnete die Veranstaltung mit einem Statement zu Hanau und machte auf den  Antrag der Regionsfraktion „Hannover schaut hin!“ aufmerksam, welcher eine zentrale Meldestelle für rechtextreme Straftaten fordert und kaum aktueller sein könnte.

Im Anschluss daran, hielt Heidi Reichinnek, Landesvorsitzende DIE LINKE. Niedersachsen, ihre gekürzte Rede. Nachdem auch sie, wie alle Redner an diesem Tag, ihre Anteilnahme gegenüber den Todesopfern durch die rassistische Tat in Hanau aussprach, sprach sie über Ihre Arbeit als Kommunalpolitikerin und das große Ziel unserer Partei in Niedersachsen: Bei den nächsten Wahlen wieder in den Landtag einzuziehen! Ihre Forderungen und Themen sind bereits sehr deutlich. Sie fordert einen Mietendeckel wie in Berlin, eine landesweite Wohnungsbaugesellschaft und macht deutlich, dass DIE LINKE. Niedersachsen keine Angst davor habe von Enteignung zu sprechen, wenn große Konzerne ihrer sozialen Verantwortung nicht nachkämen.

Der zweite Redner dieses Abends Diether Dehm, Bundestagsabgeordneter aus Hannover, betonte deutlich auch im Zusammenhang mit der Tat in Hanau, dass es wichtig sei immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass die AfD keine bürgerliche Partei sei. Nicht nur weil sie offen rassistisch ist, sondern auch weil sie eine Neo-liberale Partei sei, die nicht die Interessen der „kleinen Leute“ im Sinn hat, sondern ausschließlich die der deutschen Großverdiener. Das machte die AfD im Jahr 2017  unter anderem mit der Verteidigung der „Panama Papiere“ deutlich.

Als Schlussredner des Abends kam Jan Korte, parlamentarischer Geschäftsführer von DIE LINKE. im Bundestag, zu Wort. Mit Blick auf die kommenden Kommunalwahlen in Hannover sprach er unter anderem über die Schwerpunktsetzung von Themen bei Wahlkämpfen. „Wir müssen aufhören uns zu wünschen, dass die Leute so sein sollen wie ich das finde. Anstatt zu gucken wie sind die Leute? und wie müsste ich denn sein, dass ich sie anspreche?“, so Jan Korte. In Zeiten wo die Menschen für die unsere Partei einst gegründet wurde, nämlich Arbeitnehmer*innen die strukturell ausgebeutet werden, uns nicht mehr wählen ist es besonders wichtig uns selbst zu hinterfragen und daraus Schlüsse zu ziehen. Jan Korte möchte wieder Gleichgewicht in unsere Thematiken reinbringen und die Geschichten der Millionen von Menschen die „kleine Träume“ haben in den Vordergrund rücken. Derer die sich überlegen müssen ob sie einmal im Monat essen gehen können oder ihr Geld zusammensuchen müssen um einmal mit der Familie in den Zoo zu fahren. Diese Aufgaben beschreibt er auch in seinem neuen Buch „Die Verantwortung der Linken“, welches seit Anfang 2020 veröffentlicht ist.

Im Anschluss an die Reden der geladenen Gäste blieb den Gästen noch etwas Zeit sich am Buffet zu stärken, bevor die Veranstaltung frühzeitig beendet wurde um an der Gedenkveranstaltung für die Opfer von Hanau teilnehmen zu können. Wir bedanken uns herzlich bei allen die erschienen sind und danken euch für euer Verständnis und eure Solidarität bezüglich des spontan geänderten Ablaufs aus gegebenem Anlass.