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Jessica Kaussen: Obdachlose in der Zeit der Pandemie nicht vergessen: Kommunalpolitik bleibt in der Verantwortung für Menschen ohne Dach über dem Kopf

Im August demonstrierten Betroffene und Sozialarbeiter der Initiative Armut stinkt noch in Hannovers Innenstadt für eine menschenwürdige Unterbringung obdachlose Menschen in Zeiten der Corona-Krise. Jetzt zu Beginn der zweiten Welle der Pandemie scheint das Thema wieder aus dem Fokus der kommunalen Verantwortungsträger zu fallen.

Wie die tageszeitung (taz) vom 24.10.2020 zu berichten weiß, wurden die Obdachlosen, die im Rahmen eines Hilfsprojektes von Stadt und Region Hannover im Naturfreundehaus untergebracht waren, pünktlich zum Beginn der Kälteperiode vor die Tür gesetzt. Das bedeutet zurück in menschenunwürdige Sammelunterkünfte oder die lebensgefährliche Übernachtung im Freien. 

Obdachlose bzw. Wohnungslose sind während der Pandemie besonders betroffen. Die lebenswichtigen Tagesbetreuungseinrichtungen arbeiten unter starken Einschränkungen. Bei einer weiteren Verschärfung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Virus droht die Lage der Obdachlosen erneut lebensgefährlich zu werden. Insbesondere für den Fall, dass die entsprechenden Hilfseinrichtungen erneut geschlossen werden müssten. Die Lage darf sich nicht erneut zuspitzen. Der Schutz von Obdachlosen muss bei jeder Verschärfung der Maßnahmen mitgedacht und einer Lösung zugeführt werden, fordert Jessica Kaußen, Fraktionsvorsitzende der Fraktion Die Linke in der Regionsversammlung Hannover. 

Update: Die Linke Hannover ruft am Freitag den 30. Oktober zu einer Solidaritätsdemo für die in der Stadt lebenden obdachlosen Menschen auf. Die Teilnehmer treffen sich um 11.00 Uhr vor dem Rathaus der Landeshauptstadt Hannover.