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Rote Karte gegen Rassismus und die Wurzel des Übels – Im Seminar der Regionsfraktion wird Haltung gegen rechte Demagogie vermittelt

Am letzten Montag lud die Regionsfraktion zum Seminar gegen Rassismus ein. Schnell zeigte sich, dass der Begriff viel zu kurz angelegt ist. Um das Anliegen rechter Strategien richtig zu erfassen, muss dem Übel des Rassismus auf den Grund gegangen werden.

Der einschlägige Mechanismus des Hasses ist eine fatale Reihung von in sich geschlossenen Annahmen, in denen Rassismus auf der Ausgrenzung anderer Menschen beruht, durch deren Abwertung eine Aufwertung der eigenen Positionen erreicht werden soll. Diese Ausgrenzung und Abwertung hat ihre menschenverachtende Basis in der Ideologie der Ungleichwertigkeit.

Diese Ideologie ist dann die Basis für alle rechten Ideologien, die sich die Vernichtung emanzipatorische Errungenschaften der Zivilgesellschaft auf die Agenda geschrieben haben. Rassismus, Antisemitismus, Antiislamismus und Antiziganismus sind daher nur ein Ausdruck dieser Gewaltphilosophie. Sexismus, Antifeminismus, die Abwertung von Randgruppen und Menschen mit alternativen Lebensvorstellungen folgen dem Rassismus auf Schritt und Tritt. Auch der in bürgerliche Botschaften verkleidete Rassismus der AfD war Gegenstand der Diskussion im Seminar.

Im Seminar wurden abschließend Strategien vermittelt, wie insbesondere gegen Alltagsrassismen zivilgesellschaftlicher Widerstand möglich ist. Dazu wurde in Rollenspielen Gesprächsstrukturen erprobt, um sich den oft irrationalen und wirren „Argumenten“ rassistisch konnotierter „Wutbürger“ klar entgegenstellen zu können.

Gerade in Wahlkampfzeiten werden Genoss*innen oft mit rassistischen und verschwörungstheoretischen Ressentiments konfrontiert. Daher wird die Regionsfraktion rechtzeitig vor dem Beginn der nächsten Wahlkampfphase das Seminarangebot erweitern. Bedingt durch die Corona-Auflagen konnten an diesem Seminar nur 10 Personen teilnehmen. Gegenstand des erweiterten Angebots werden dann auch die Wurzeln rechtsideologischer Verschwörungstheorien sein. Auch das zeigen der „Roten Karte“ gegen Sexismus soll das Seminarangebot beinhalten. Rassismus, rechte Verschwörungsmythen und antifeministische Männlichkeitsphantasien bilden in den letzten Jahren immer mehr die Grundlage dafür gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der gesellschaftlichen Mitte zu verankern. Gerade hier heißt es: „Wehret den Anfängen“.

Auf dem Seminar wurde eine Bücherliste rund um das Thema Ideologie des Rassismus verteilt. Diese kann bei der Regionsfraktion angefordert werden. Gerne vermitteln wird das Seminarangebot auch weiter.

Anmerkung des Geschäftsführers: Aus naheliegenden Gründen haben wir den Namen unseres Referenten nicht aufgeführt. Wer öffentlich gegen rassistische Gewalt und rechte Verschwörungstheorien Widerstand leistet muss die Erfahrung machen, dass er selber Gegenstand einschlägiger Hetze wird.