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Weitere Verschärfung am Wohnungsmarkt im abgelaufenen Jahr: Mietkosten stiegen 2020 in Hannover weiter an

Das vergangene Jahr war in Hannover für Mieter und Wohnungssuchende erneut von höheren Kosten für die eigenen vier Wände geprägt. Die Mieten stiegen um etwa 5 Prozent. Für den Quadratmeter Wohnraum muss nunmehr im Schnitt eine Nettokaltmiete von 8,46 Euro gezahlt werden. Dies ergaben Auswertungen des Internetportals Immoscout. Andere Vergleichsportale kommen sogar auf höhere Zahlen. So beziffert etwa das Portal wohnungsboerse.net die Nettokaltmiete in Hannover bei 10,49 Euro pro Quadratmeter.

Dem städtischen Wohnungsmarktbericht ist zu entnehmen, dass die Anzahl der inserierten Wohnungen seit Beginn der Datenauswertung noch nie so gering gewesen ist. Schon seit Jahren kann der Wohnungsbau mit der steigenden Anzahl an Zuwanderung in die Region nicht mithalten. Wenn es um bezahlbaren Wohnraum geht, ist die Lage sogar noch katastrophaler.

Die Linke in Hannover fordert schon seit Jahren ein öffentlich gefördertes Wohnungsbauprojekt um die rund 13.000 Wohneinheiten zu schaffen, die in Hannover mindestens benötigt werden. Die Regionspolitik bleibt aber mutlos. Lediglich 28 Belegrechtswohnungen wurden seit 2017 dem Wohnungsmarkt zugeführt, wusste die Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 17.9.2020 zu berichten. Abhilfe sollte im Jahr 2020 ein Projekt der Region Hannover nach dem Karlsruher Modell schaffen. Vermietern wurden zahlreiche finanzielle Hilfen in Aussicht gestellt, wenn sie Belegrechtswohnungen einrichten würden. 80 Wohnungen pro Jahr sollten so dem Wohnungsmarkt für Einkommensschwache zugeführt werden. Eine Evaluierung des Modells steht noch aus.

Nicht von ungefähr hat die Die Linke in der Region Hannover die Kosten für eine sozial ausgewogene Entwicklung des Wohnungsmarktes auf über 200 Millionen Euro taxiert. Die Forderung nach einem in öffentlicher Verantwortung liegenden Wohnungsbauprojekt bleibt weiterhin aktuell.