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Wohnbauinitiative der Region ein Flopp / DIE LINKE: Umsteuern dringend erforderlich, damit nennenswert preiswerter Wohnraum entsteht!

Eigentlich sollte mit der Wohnbauinitiative der Region preiswerter Wohnraum vor allem in den Umlandkommunen geschaffen werden. Davon kann aber nach neuesten Zahlen für das vergangene Jahr keine Rede sein. Danach fiel der Zuwachs an öffentlich geförderten Wohnungen lächerlich gering aus.

Neben Hannover (154 Sozialwohnungen) sind nur in Barsinghausen (12), Langenhagen (34) und in Lehrte (45) nennenswert Sozialwohnungen neu gebaut worden. Eine neu errichtete Sozialwohnung in Uetze ist ein Witz. Alle anderen 17 Umlandkommunen haben das Wohnraumförderprogramm der Region für den Bau von preisgünstigem öffentlich gefördertem Wohnraum komplett ignoriert, also keine Sozialwohnungen gebaut. Noch schlechter fällt die Bilanz aus, wenn man jene Sozialwohnungen gegenrechnet, die zwischenzeitlich aus der Mietpreisbindung herausgefallen sind.

Die Linksfraktion verlangt vor diesem Hintergrund, die Wohnbauinitiative der Region neu auszurichten. Um Mitnahmeeffekte zu verhindern, soll die Region laut linkem Antrag nur noch den Bau von Sozialwohnungen fördern. Bisher fließt auch Geld für den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern und Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Dadurch erhöht sich zwar das Wohnungsangebot in den Städten und Gemeinden des hannoverschen Umlands. „Aber die damit verbundene erhoffte indirekte Mietpreisbremse verpufft, weil Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, die jetzt bauen, nicht unbedingt auf eine sofortige Verwertung ihrer Investition angewiesen sind“, sagt LINKEN-Fraktionsvize Michael Fleischmann. „Gleichzeitig sind aber die aus Hannover verdrängten Familien des unteren Mittelstands gezwungen, die neuen Wohnungen im Umland zum angebotenen Preis zu mieten.“

Um das Angebot an preiswertem Wohnraum weiter zu erhöhen, fordert die Linksfraktion in ihrem Antrag, auch die Gründung und Ausweitung von Wohnungsbaugenossenschaften in den 20 Umlandkommunen zu fördern. „Wohnungsbaugenossenschaften schaffen und erhalten langfristig preisgünstigen Wohnraum, sind aber verglichen mit Hannover in den Umlandkommen deutlich unterrepräsentiert“, muss Fleischmann feststellen.