Anfrage zu E-Mail Sammelpostfächern beim Jobcenter

Anfrage gem. § 9 der Geschäftsordnung
„E-Mail-Sammelpostfächer Jobcenter Region Hannover“

Vorbemerkung: Die Fraktion Die Linke in der Regionsversammlung Hannover beobachtet mit großer Sorge die aktuellen Gesetzgebungsvorhaben der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem Bürgergeld. Es ist mit einer deutlich erhöhten Arbeitsbelastung bei den Dienststellen des Jobcenters der Region Hannover zu rechnen. Eine reibungslose Kommunikation zwischen Jobcenter und deren Kund*innen ist dabei unerlässlich. Ein kommunikatives Abschotten von Fallmanagement und Leistungsabteilung gegenüber den Leistungsberechtigten ist dabei dringend zu vermeiden.

 

1.         Wie ist beim Jobcenter Region Hannover sichergestellt, dass sowohl die Kund*innen als auch betreuende Sozialarbeiter*innen direkten Kontakt zu den persönlichen Fallmanager*innen und der zuständigen Leistungsabteilung der jeweiligen Jobcentern erhalten?

2.         Welche Rolle spielen bei diesen Kontakten sog. E-Mail-Sammelpostfächer?

3.         Wie viele E-Mail-Sammelpostfächer gibt es im Dienstbereich des JC Region Hannover?

4.         Ist der Verwaltung eine dienstliche Anordnung bekannt, dass Fallmanager*innen und Mitarbeitenden in der Leistungsabteilung angeordnet wird, nicht mehr per Mail mit den Kund*innen antworten zu dürfen?

5.         Wurde in den letzten Wochen und Monaten die Anzahl dieser E-Mail-Postfächer deshalb deutlich reduziert?

6.         Wie wird seitens des JC Region Hannover sichergestellt, dass Mitarbeiter*innen der Träger der sozialen Wohlfahrtspflege (u.a. Beratungsstellen, Tagesaufenthalte für Wohnungslose, ambulante Angebote nach §§ 67 ff. SGB XII) die Interessen der Kund*innen des JC vertreten, weiterhin per Mail mit dem JC kommunizieren können?

7.         Wie stellt das JC-Region Hannover sicher, dass Kund*innen in besonderen schwierigen Lebenslagen (Wohnungslosigkeit, Suchtproblematik, Sprachbarrieren, etc.) ihre existenzsichernden Leistungen beantragen können und zeitnah Rückmeldungen vom Jobcenter zu wichtigen Anliegen (zum Beispiel Mietkostenübernahme) erhalten, wenn ihre digitalen Teilhabemöglichkeiten beeinträchtigt sind?

8.         Steht das mögliche schließen von E-Mail-Sammelpostfächern in Zusammenhang mit der Einführung des Angebots jobcenter.digital?