Anfrage zu Energiesperren

Anfrage gem. § 9 der Geschäftsordnung „Energiesperren“

Angesichts der anhaltend hohen Energiepreise und ihrer stetigen Zunahme ist die Energiearmut in der Region Hannover und Deutschland ein weit verbreitetes Phänomen, das im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern bisher in der Öffentlichkeit tabuisiert wird.

Die rapide steigenden Strompreise stellen für zahlreiche Einwohner*innen eine wachsende Herausforderung dar, ihre Stromrechnungen zu begleichen. Dies hat vermutlich zur Folge, dass vermehrt Sperrandrohungen ausgesprochen werden – eine stille soziale Katastrophe. Angesichts dieser Problematik sollte das Thema Stromsperren auch in der Region Hannover verstärkt auf die Tagesordnung gesetzt werden.

1. Wie viele Haushalte waren im Jahr 2022 (und 2023) von Energiesperren betroffen?

2. Wie viele Sperrandrohungen wurden im Jahr 2023 verschickt?

3. Wie viele Haushalte gibt es, die in den Jahren 2022 und 2023 von mehreren Sperren betroffen waren?

4. Welche Erkenntnisse liegen über die Betroffenen von Stromsperren vor? (Anzahl der betroffenen Familien mit Kindern, Rentner*innen, Bürgergeld bzw. ALG 2-Empfängerinnen etc.)

5. Wie unterstützt das JobCenter die Betroffenen von Stromsperren? Welche Möglichkeiten der Prävention werden ergriffen?

6. Welche Maßnahmen ergreifen die örtlichen Grundversorger, um Zahlungsrückstände und Stromsperren zu vermeiden?