Anfrage zu Umzugsaufforderungen im Bereich des Jobcenters Region Hannover

Im Zusammenhang mit der Diskussion über die Festlegung der "Kosten der Unterkunft" interessiere wir uns für Informationen bezüglich Bürgergeldberechtigten bzw. ALG-2-Berechtigte in der Region Hannover für das Jahr 2022. Falls die Zahlen für 2023 bereits verfügbar sind, bitten wir um entsprechende Angaben oder um die Information, wann diese voraussichtlich vorliegen werden.
 

Wir bitten um Beantwortung der folgenden Fragen:

1. Wie viele Bedarfsgemeinschaften von Bürgergeldberechtigten bzw. ALG-2-Berechtigten leben in der Region Hannover, und wie viele davon liegen mit ihrer Miete über der Obergrenze, die vom Jobcenter übernommen wird?

2. Wie hat sich die Anzahl derjenigen, die über der Obergrenze liegen, in den letzten Jahren entwickelt (ab 2019)?

3. Bei wie vielen der Bedarfsgemeinschaften wurde unter Würdigung der Besonderheit des Einzelfalls die Miete oberhalb der Obergrenze als individuell angemessen bewertet?

4. Wie viele Bedarfsgemeinschaften erhielten in den letzten Jahren eine Aufforderung zur Kostensenkung (ab 2019)?

5. Wie viele Zwangsumzüge wurden in der Region Hannover insgesamt angeordnet, und wie viele Familien mit Kindern waren davon betroffen (ab 2019)?

6. Welche Möglichkeiten wurden geprüft, und welche konkreten Maßnahmen wurden ergriffen, um Zwangsumzüge zu vermeiden und insbesondere betroffenen Familien mit Kindern das gewohnte Wohn- und Lebensumfeld, die Kita, die Schule und den Freundeskreis zu erhalten?

7. Welche Sonder- bzw. Härtefallregelungen können insbesondere Familien mit Kindern geltend machen, um einen Zwangsumzug zu verhindern bzw. um auszuschließen, dass Familien zu Lasten der Kinder an Lebensnotwendigem sparen müssen, um die Wohnung zu erhalten?